Johann Jakob Jochum (I008089) , 17071755 (47 Jahre alt)

Name
Johann Jakob /Jochum/
Nachname
Jochum
Vornamen
Johann Jakob
Geburt
Kindstaufe
26. April 1707 27 24 (0 Tage alt)
Religion: r.k.
Notiz: KB Illingen Band 1 Taufen

KB Illingen Band 1 Taufen
Paten: Jakob Donion u. Marg. Beckers

Ehe
Gerber-Nummer
ILL: .3786. .3854.
Notiz: (.3854.5: Elter ohne eigenen Eintrag) (.3786.2: Kind)
Tod eines väterlichen Großvaters
Geburt eines Bruders
Kindstaufe eines Bruders
interpretiert 10. April 1711 (09.04.1711)
Religion: r.k.
Notiz: KB Illingen Band 1 Taufen

KB Illingen Band 1 Taufen
Paten: Peter Ditz u. Elis. Jochem
Doppelter Taufeintrag

Geburt einer Schwester
Kindstaufe einer Schwester
Religion: r.k.
Notiz: KB Illingen Band 1 Taufen

KB Illingen Band 1 Taufen
Paten: Anna Kath. Deim u. J.Pacque

Pastöre in Illingen
Wolfgang Heyl
von 1702 bis 1715
Notiz: Q: Robert Kirsch, S.S. Stephanus und Clemens , Die Pfarrei Illingen in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Bistum Metz (893 - 1803)

Q: Robert Kirsch, S.S. Stephanus und Clemens , Die Pfarrei Illingen in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Bistum Metz (893 - 1803)

1713 beklagen sich die Bauern auf dem Jahrgeding, daß der Pastor Heyl eine zu große
Herde an Schafen und Hammeln halte. Er wurde daraufhin von der
Herrschaft verpflichtet, die Herde auf fünzig Stück zu reduzieren (LHA 53 C 23, Nr. 4, Blatt 62 ff).

Eine schwerwiegende Auseinandersetzung entwickelte sich um die Anschaffung
einer Turmuhr. Pastor Wolfgang Heyl (1702-1715) hatte
1705 die erste Turmuhr für die Pfarrkirche gekauft und war wegen der
Armut der Pfarrkinder hinsichtlich der Kosten in Vorlage getreten.
Die Zahlungsunwilligkeit der Pfarrkinder und andere Querelen bewogen
ihn, Illingen 1715 zu verlassen und die Pfarrstelle Rodt bei Saargemünd
zu übernehmen. Die Uhr nahm er mit.

Geburt eines Bruders
Kindstaufe eines Bruders
Religion: r.k.
Pate/Patin: Johann Konrad Zimmer (I18223) (32 Jahre alt)
Notiz: KB Illingen Band 1 Taufen

KB Illingen Band 1 Taufen
Paten: J. Konrad Zimmer, Welschbach u. Anna Kath. Jochem, H.

Tod eines mütterlichen Großvaters
Geburt eines Bruders
Kindstaufe eines Bruders
Religion: r.k.
Notiz: KB Illingen Band 1 Taufen

KB Illingen Band 1 Taufen
Paten: J.Matthias Jochem, H. u. Anna Marg. Hinßberger, Exweiler

Heirat eines Bruders
Notiz: Zeugen: k.A.

Zeugen: k.A.

Monat fehlt im Heiratsdatum
Hinweis auf Herkunft der Braut: Marpingen

Heirat einer Schwester
Notiz: Zeugen: k.A.

Zeugen: k.A.
Das Paar ist im 3. Grad blutsverwandt

Hinweis auf verstorbenen Vater des Bräutigams

Heirat eines Bruders
Notiz: Zeugen: k.A.

Zeugen: k.A.

Nachname der Braut: Schenberger

Tod eines Vaters
Geburt einer Tochter
Tod einer Mutter
Pastöre in Illingen
Wendelin Federkeil
von 1715 bis 1758
Notiz: Q: Robert Kirsch, S.S. Stephanus und Clemens , Die Pfarrei Illingen in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Bistum Metz (893 - 1803)

Q: Robert Kirsch, S.S. Stephanus und Clemens , Die Pfarrei Illingen in der Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Bistum Metz (893 - 1803)

Nicht immer waren die Pfarrkinder mit der umfangreichen Tierhaltung
des Pastors zufrieden:
1730 beschweren sie sich bei Johann Ferdinand von Kerpen, weil Pastor Wendelin Federkeil 31 Kühe hielt. Dies sei eine Last, die sie nicht zu tragen brauchten (LHA 54/33 Nr. 274, Seite 42 f).

1730 geht Pastor Federkeil gegen den Kirchenschöffen Johannes Meiser (Johann Olig-Hänschen Meiser (Mäuser) (I013316)) vor,
der sich gegen eine Erhöhung der Begräbnisgebühren gewandt hatte.
Dem Pastor gelingt es, mit herrschaftlicher Hilfe die neuen Taxen
durchzusetzen, zumal er sich auf eine bischöfliche Anordnung berufen
kann (LHA 53 C 23, Nr. 4, Blatt 291).

Wendelin Federkeil, vorher Pastor zu Cadenborn in Lothringen, schaffte um 1715
eine Turmuhr an, ohne die Pfarrkinder genügend zu konsultieren.
Insbesondere waren es die Hüttig-Raßweiler, die sich gegen Zahlungen
sperrten. Als Federkeil dem Jakob Mohr aus Hüttigweiler die Aussegnung
seiner Frau und die Taufe seines Kindes verweigerte, ging der
Streit vor das Offizialat in Metz und an die Amtsverwaltung in
St. Wendel und lllingen. Der Streit eskalierte so weit, daß man in Hüttigweiler
Pläne zur Gründung einer eigenen Pfarrei ausheckte. Man stellte
schließlich den Hüttig-Raßweilern ein Ultimatum, binnen drei Tagen zu
erklären, zu welcher Pfarrei sie gehörten. Als die Erklärung ausblieb,
stellte eine vom Archipresbyter eingesetzte Kommision unter Leitung
des Pastor Durand von Homburg fest, dass der Illinger Pastor nicht mehr
verpflichtet sei, Seelsorgefunktionen für die Hüttig-Raßweiler auszuüben.
Der Bericht schloß mit der schönen Sentenz: Setzen sich die
Hüttigweiler durch, dann ist die Pfarrkirche Illingen wie eine Kneipe,
welche die Passanten nach ihrem Gutdünken besuchen und wo sie die
Freiheit haben, sich zu entfernen, wann sie wollen
(LHA Abt. 16, Nr. 7465 und 54/33 Nr. 228, Blatt 1 ff).

Der Streit wurde schließlich auf höchster Ebene, nämlich von den Bischöfen zu Metz und
Trier, entschieden: Die Pfarrkinder von Hüttigweiler mußten ihren
Anteil an der Turmuhr zahlen.

Noch langwieriger verlief der Streit ums Brennholz des Pastors; er
durchzieht fast vier Jahrzehnte. 1734 erließ Lothar Franz von Kerpen
ein eigenes Dekret, das dem Pastor die Zufuhr von Brennholz sicherte (LHA 54/33 Nr. 275, Blatt 55 ff).

17 46 bemühen sich unter Hinweis auf die wachsende Bevölkerungszahl
die Pfarrkinder angestrengt, den Holzanteil des Pastors zu mindern. Die
Gemeinde holte sogar ein Rechtsgutachten ein. Sie erreicht immerhin,
daß der Pastor auf zwei Teile der Bestbegüterten gesetzt wird, d.h.
der Pastor erhält doppelt soviel wie der größte Schaftbauer(LHA 54/33 Nr. 275, Blatt 81).

Da die Untertanen mittlerweile aus Mangel an Brennmaterial auch die Rothhecken
für Brennholz nutzen, geht der Streit weiter. Der Pastor verlangt
auch dort seinen Anteil und bekommt ihn nach verbissenem Streitzugesprochen.
Pastor Federkeil meint 1748 in einer Klage an den Freiherrn
von Kerpen: Kein Pastor wurde im angrenzenden Lothringen wegen des
Brennholzes so verspottet wie der Illinger Pastor
(LHA 54/33 Nr. 275, Blatt 81).

Pastor Federkeil verweist 1750 in einem Schreiben darauf, daß er
aus dem kleinen Zehnten in Wemmetsweiler und Illingen jährlich
etwa 6 Pfund Flachs, 5 Ferkel und ein Faß Rapssamen beziehe (LHA Abt. 22, Nr. 2639. Blatt 97). Die ausgedehnte Viehhaltung des Pastors war indessen nur möglich,
weil der Pastor auch Ackerland und Wiesen nutzen konnte, das sogenannte Pfarrwittum. Die Grundstücke, deren Umfang und Größe sich nicht mehr feststellen lassen, lagen im Gemenge mit den herrschaftlichen Ländereien am sogenannten Schloßberg,
der sich von der Burg den Hang nach Hüttig- und Raßweiler hinzog. 1733 kommt es hier zu
einem widerruflichen Austausch mit Kerpischen Grundstücken (LHA 54/33 Nr. 226, Blatt 112 ff). Die dennoch hie und da ausbrechenden Differenzen wegen Beweidung,
Düngung, Umzäunung etc. erweisen, daß der Pastor zu Illingen ein
Landwirt mit Sachverstand war (LHA 54/33 Nr. 226, Blatt 142ff).

Beim Tode des Pastors Wendelin Federkeil 1758 stellte sich
heraus, daß der Pastor die Opfergelder allein verwaltete und letztlich
183 Gulden in seinem Nachlaß ungeklärt blieben. Pastor Johann Heinrich
Fabricius schloß daher, da eine Klärung nicht möglich war, mit den
Erben seines Vorgängers einen Vergleich, auf Grund dessen sie der
Bergkapelle einen Kelch im Werte von 30 Gulden stifteten.

Tod
12. März 1755 (47 Jahre alt)
Religion
r.k.
Letzte Änderung
26. Dezember 202000:20:14
Autor der letzten Änderung: dieter
Familie mit Eltern
Vater
16801745
Geburt: 21. Januar 1680 29 25 Hüttigweiler
Kindstaufe: 21. Januar 1680 29 25 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3844. .3786.
Tod: 24. September 1745Hüttigweiler
Mutter
16821755
Geburt: 8. Juni 1682 30 30 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 8. Juni 1682 30 30 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .532. .3786.
Tod: 14. Februar 1755Wemmetsweiler
Kirchliche Trauung Kirchliche Trauung15. Januar 1702Illingen
11 Monate
älterer Bruder
17021703
Geburt: 8. Dezember 1702 22 20 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 8. Dezember 1702 22 20 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786.
Tod: 23. Januar 1703Wemmetsweiler
2 Jahre
älterer Bruder
17051757
Geburt: 7. Januar 1705 24 22 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 7. Januar 1705 24 22 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786. .3850.
Tod: 11. Dezember 1757Wemmetsweiler
2 Jahre
er selbst
17071755
Geburt: 26. April 1707 27 24 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 26. April 1707 27 24 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786. .3854.
Tod: 12. März 1755
4 Jahre
jüngerer Bruder
1711
Geburt: 10. April 1711 31 28
Kindstaufe: interpretiert 10. April 1711 (09.04.1711) 31 28 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786.
3 Jahre
jüngere Schwester
17141776
Geburt: 5. Juli 1714 34 32
Kindstaufe: 5. Juli 1714 34 32 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786. .5164.
Tod: interpretiert 14. Oktober 1776 (14.10.1876)Merchweiler
2 Jahre
jüngerer Bruder
17161769
Geburt: 14. Juli 1716 36 34 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 14. Juli 1716 36 34 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786. .3909.
Tod: 21. Juli 1769Schiffweiler
4 Jahre
jüngerer Bruder
1720
Geburt: 23. November 1720 40 38 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 23. November 1720 40 38 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786.
Familie mit Johanna Schäfer (I008174)
er selbst
17071755
Geburt: 26. April 1707 27 24 Wemmetsweiler
Kindstaufe: 26. April 1707 27 24 Illingen
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3786. .3854.
Tod: 12. März 1755
Ehefrau
17121777
Geburt: 5. Juni 1712Eppelborn
Religion: r.k.
Gerber-Nummer: ILL: .3854.
Tod: 29. Mai 1777Eppelborn
Ehe Ehe
Tochter
17521804
Geburt: 15. März 1752 44 39 Eppelborn
Gerber-Nummer: ILL: .3618.
Tod: 20. Januar 1804Eppelborn
Sohn